Woran man gute Nachrichten erkennt

Da immer mehr Organisationen und Personen versuchen, Menschen mit bewusst falschen Nachrichten zu verunsichern, ist es angebracht daran zu erinnern, woran man eine gute Nachricht erkennt und wie man sie von Fake-News unterscheidet.

Nach den Standards für einen guten Journalismus ist eine Nachricht, die von Redakteuren geschrieben wird, von einem objektiven Standpunkt geschrieben und hat ausgewogen zu sein. Letzteres bedeutet, dass beide (oder mehrere) Seiten zu Wort kommen. Bei einer Eigenrecherche muss man zum Beispiel mehr als eine Quelle haben, um einen Artikel veröffentlich zu können. Die meisten deutschen Tageszeitungen, Radiosender, Zeitschriften und Fernsehsender halten sich auch an diesen so genannten Pressekodex und die Standards des guten Journalismus.

Bei der Objektivität geht es darum, dass der Artikel keine Wertung oder Meinung des Journalisten enthalten darf. Es gibt jedoch keine absolute Objektivität, denn das Verfassen eines Artikels zu einem Thema allein ist schon eine subjektive Entscheidung. Es geht vor allem darum, dass der Schreibende ein Bemühen zeigt, so objektiv wie möglich zu sein.

Keine Meinung schreiben

Klarer wird das durch ein Zitat des deutschen Fernsehjournalisten Hans-Joachim Friedrichs, der einst sagte: „Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer guten.” Zwar gibt es heute Journalisten, die die Absolutheit dieses Ausdrucks in Frage stellen, dennoch wird er nach wie vor von den meisten Journalisten beherzigt. Gerade bei Themen wie Flüchtlinge, Gewalt gegen Kinder oder Frauen, Missbrauch oder anderen sozialen und emotional aufgeladenen Themen ist das aber nicht immer einfach.

Eine gute Nachricht hat auch nachvollziehbare Fakten und gibt, soweit es möglich ist, auch die Quellen an. Der journalistische Artikel folgt damit dem akademischen Prinzip, das Aussagen mit Quellen belegt werden müssen, wenn auch auf andere Art und Weise als mit einer Fußnote oder einem Literaturverzeichnis. Heute ist es üblich, dass Quellen oft in der Online-Ausgabe verlinkt werden, wenn man sich auf Veröffentlichungen im Internet bezieht.